Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Statistisch gesehen, kann etwa jeder vierte Berufstätige aufgrund von Krankheit, einem Unfall oder allgemeinen Kräfteverfall vor Erreichen des Renteneintrittsalters seinem gewohnten Beruf nicht mehr nachgehen – ist folglich berufsunfähig. Da die gesetzlichen Leistungen gegen den Verlust der Arbeitskraft äußerst gering sind und nur unter besonderen Voraussetzungen gewährt werden, ist die private Absicherung gegen das Berufsunfähigkeitsrisiko mittlerweile ein Muss. Private Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) leisten bereits bei 50-prozentiger Berufsunfähigkeit und können dabei helfen, im Fall der Fälle den Lebensstandard zu halten.iStock_000045458848Small

Beste BU im Tarifvergleich online finden

Grundsätzlich können Verbraucher zwischen eigenständigen Verträgen zur Absicherung des Berufsunfähigeitsrisikos und Kombinationen von Lebens- oder Rentenversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen wählen. Beim Leistungs- und Preisvergleich gilt es seine individuelle Versorgungslücke, seine persönlichen Merkmale und Präferenzen zu kennen. Denn je nach Beruf, Einkommen, Gesundheitszustand und Hobbies kann sich die Versicherbarkeit des Antragstellers bzw. die Ausgestaltung des Vertrages unterscheiden. Wichtig ist: vor Vertragsschluss mehrere Berufsunfähigkeitsversicherungen vergleichen! Folgende Parameter haben Einfluss auf die Beitragshöhe der Berufsunfähigkeitsversicherung und sollten daher genau berückstichtigt werden:

  • Eintrittsalter bei Versicherungsbeginn
  • Gesundheitszustand: Vorerkrankungen können mit Risikozuschlägen und Ausschlüssen behandelt werden oder sogar zur Ablehnung führen.
  • Beruf: Einteilung in unterschiedliche Risikogruppen
  • Hobbies: je riskanter, desto teurer
  • Höhe der vereinbarten Rente
  • Business meeting

Angebote und Leistungen der Testsieger

Nachdemsich die Versicherungsbedingungen der Anbieter für Berufsunfähigkeitsversicherungen in den letzten Jahren auf einem ähnlichen Niveau angenähert haben, existieren heute vor allem Unterschiede bei der Berufsgruppendifferenzierung, der Annahmepolitik und im Preis. Testinstitute und Rating-Agenturen nehmen die Versicherungsunternehmen in regelmäßigen Abstände genauer unter die Lupe und prüfen sie nach ausgewählten Kriterien. Folgende Testanbieter analysieren u.a. regelmäßig private Berufsunfähigkeitsversicherungen und küren einen oder mehrere Testsieger:

  • Stiftung Warentest / Finanztest
  • ÖKO-TEST
  • Morgen & Morgen sowie
  • Franke und Bornberg

Die Testberichte und Ratings können eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Suche nach dem passenden Produkt sein.

Berufsunfähigkeitsversicherungen flexibel an die Bedürfnisse anpassen

Wer sich heute für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet, sollte auch die möglicherweise gestiegenen oder veränderten Bedürfnisse in der Zukunft beachten. Denn die vereinbarte Rente soll auch in 30 Jahren noch dazu in der Lage sein, eine finanzielle Grundabsicherung zu gewährleisten. Manche Versicherer bieten entsprechende Optionen im Vertrag an. So hilft zum Beispiel eine Dynamisierung dabei der Geldentwertung Rechnung zu tragen. Auf diese Weise kann die Rente jedes Jahr um einen bestimmten Prozentsatz angehoben werden, um der Inflation entgegenzuwirken. Eine Nachversicherungsgarantie ist dagegen ein flexibles Recht zur Leistungsanpassung, beispielsweise im Falle einer Heirat oder Adoption.

Mit einer unabhängigen Beratung potenzielle Tarife finden

Neben Tests und Ratingskann auch der Versicherungsvergleich eines unabhängigen Beraters zu den gewünschten Ergebnissen führen. Dieser kann zum Beispiel dabei helfen, die individuelle Versorgungslücke zu kennen und die Versicherbarkeit anhand der Krankengeschichte festzustellen sowie diese schließlich bei den Versicherern ohne Speicherung der persönliche Merkmale auszuloten. Zudem können im BU-Vergleich durch Profis leistungsstarke und an die individuellen Präferenzen ausgerichtete Tarife zur Berufsunfähigkeitsversicherung ausfindig gemacht werden.

Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung im Überblick

Wer auf der Suche nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist, sollte sich davor zunächst darüber im Klaren sein, was die einzelnen Leistungen sind und wie diese berechnet werden. Die BU Rente schließt  die unangenehme Lücke, die bei einer Berufsunfähigkeit entsteht. Sie übernimmt auf jeden Fall 70 Prozent, die bei der gesetzlichen Leistung fehlen. Ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist, hängt hier natürlich mit dem Versicherer zusammen, der die monatliche Rente nach der BU zur Verfügung stellt. Beim Abschluss sollte daher auf einige Dinge geachtet werden, die die Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung maßgeblich beeinflussen und unnötige Zahlungen verhindern können.

Die Berechnung der BU Rente

Die Bedingungen dieser Versicherungsart schließen eine Vielzahl von Faktoren ein, die den Tarif sehr unterschiedlich gestalten können. Die folgende Liste gibt Aufschluss über die Positionen, die bei der BU wichtig für den individuellen und passenden Tarif sind:

  • Die berufliche Einschränkung: Ein Vertrag sollte in den Voraussetzungen auf jeden Fall schon bei 50 Prozent der beruflichen Einschränkung aktiv werden. Die Versorgungslücken und Belastung, die erst bei späteren Prozenten entstehen, sind nicht tragbar und so empfiehlt es sich, hierauf zu achten.
  • Vorerkrankungen: Schwere Vorerkrankungen, die die Leistungsbereitschaft senken, führen zur Einstufung des Versicherten in eine Risikogruppen. Somit muss durch eine Vorerkrankung schon mit schlechteren Konditionen gerechnet werden.
  • Raucher: Das Thema des Rauchens wird wie eine Vorerkrankung betrachtet. Raucher, die viel rauchen, werden Risikogruppen zugeordnet, die weniger BU Rente beziehen können. Das liegt an der hohen Wahrscheinlichkeit einer Unfähigkeit, die durch die Sucht gefördert wird.
  • Arbeit: Wer einer körperlich schweren Arbeit nachgeht, zum Beispiel auf einer Baustelle, muss auch mit schlechteren Leistungen oder höheren Beiträgen rechnen.
  • Abstrakte Verweisung: Kaum ein Versicherer setzt die abstrakte Verweisung noch unter die Bedingungen. Die Leistung sollte ohne die Klausel bezogen werden können.
  • Ausschlüsse: In den Voraussetzungen sollten keine Ausschlüsse, zum Beispiel von bestimmten Krankheiten, auftauchen. Das Risiko ist hierbei viel zu hoch.
  • Die Laufzeit: Wer ausreichend versichert sein will, sollte sie bis zum Rentenalter laufen lassen. Nur so ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll, da sie alle Arbeitsjahre abdeckt.
  • Kombination: Wer die BU mit einer Lebensversicherung kombiniert, kann vor allem als Selbstständiger von besseren Leistungen profitieren.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung hat nur eine Aufgabe und das ist die Zahlung von 70 Prozent oder mehr der sonstigen Einkünfte als Rente. Diese Leistung kann sich jedoch durch viele positive Positionen auf ein Maximum heben lassen. Das heißt, nach einer Berufsunfähigkeit, die den normalen Beruf maßgeblich beeinflusst, muss kein Job zur Überbrückung angenommen werden, da der Versicherer diese Kosten übernimmt. Wer im Verlauf der Zeit, also bis zur wirklichen Rente, weniger zahlen will, sollte unbedingt einen Tarif mit dynamischen Raten nutzen.

Die Tarife für die BU

Wichtig für den Versicherungsnehmer ist vor allem die Auswahl des optimalen Tarifs, denn nur mit diesem ist bis zur Rente die Leistung gesichert, die auch gewünscht ist.

Bis vor wenigen Jahren war es typisch, dass berufstätige Frauen Nachteile in vielen Belangen hinnehmen mussten. So auch weibliche Versicherte, die sich für eine BU interessierten. Bis zum 21.12.2012 mussten alle Frauen etwa 35 Prozent höhere Beiträge leisten, was männliche Versicherte natürlich zu einem besonderen Vorteil verhalf. Weitere Einschränkungen waren zum Beispiel:

  • Der Zeitraum des Versicherungs-Tarif verlief bei weiblichen Versicherungsnehmern meist nicht bis zum Rentenalter. Das lag daran, dass Frauen statistisch geshen oft früher berufsunfähig wurden und daher mehr Leistungen in Anspruch nahmen.
  • Durch Schwangerschaften, Kinder und Eheschließungen gaben viele Frauen ihre Arbeit meist vollständig auf. Das war ein weiterer Grund, wieso viele Versicherungsunternehmen Frauen höhere Tarife für die Berufsunfähigkeitsversicherung “auferlegten”.
  • Nicht nur der hohe Tarif selbst beeinträchtigte die Frauen nachweislich, sondern auch die gesamte Leistung. Die monatliche Prämie war im Gegensatz zu den männlichen Versicherungsnehmern nur mit etwas mehr als 65 Prozent bemessen, was einen großen Nachteil darstellte.

Nach dem 21.12.2012 wurden durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs die sogenannten “Unisex”-Tarife eingeführt. Unter diesen Tarifen wird einfach nur die Gleichstellung aller Leistungen und Zahlungen verstanden, damit die weiblichen Versicherungsnehmer nicht mehr für weniger zahlen. Somit sind alle Tarife, die nach diesem Datum eröffnet wurden, als gleichwertige Krankenversicherung angemessen. Somit sind Frauen zur heutigen Zeit in dieser Hinsicht nicht mehr benachteiligt.

Die Unisex-Tarife als Neugestaltung

Die Verträge für die unterschiedlichen Geschlechter haben sich hinsichtlich der Bedingungen kaum verändert. Sie sind nur auf gleichem Level zu finden. Wer auf der Suche nach einem passenden Tarif ist, sollte sich ein dynamisches Angebot als Vertrag anschauen. Nur dieses garantiert eine wirklich passende Rente, die alle wichtigen Kosten abdeckt, die im Laufe der Zeit auftreten können.

Je älter der Versicherungsnehmer ist und je später er die Versicherung abschließt, desto höher werden die Kosten. Wird von einer monatlichen Rente von etwa 1.500 Euro ausgegangen, muss ein Berufstätiger meist zwischen 55 und 80 Euro im Monat zahlen, also zwischen 660 bis 1.000 Euro im Jahr (Einstiegsalter ca. Mitte 30). Selbstständige, die in einem gefährlichen Beruf arbeiten, können mit etwa 300 Euro mehr im Jahr rechnen. Sehr gut haben es Büroangestellte und Selbstständige, die in verwaltenden Berufen arbeiten. Auch freischaffende Journalisten können sogar mit 550 Euro im Jahr rechnen. Eine Beratung und ein Tarifrechner helfen hier weiter.

Rechner für Beitrag & Kosten

Wer sich im Voraus hinsichtlich der eigenen Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) über den potentiellen Beitrag informieren will, sollte einen Rechner zur Ermittlung der Kosten nutzen. Online sind derartige Kostenrechner immer häufiger zu finden, kostenlos nutzbar und bieten einen Überblick über die Vielfalt an Tarifen. Neben der einfachen Handhabung überzeugt vor allem auch, dass online 50 Prozent häufiger günstige Tarife gebucht werden können. Über den Rechner ist es gleichzeitig auch möglich, nach steuerlich absetzbaren Tarifen zu suchen.

Der Rechner: günstig und einfach in der Nutzung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein Markt mit einer Vielzahl von Angeboten, der vom Verbraucher kaum zu überschauen ist. Im Internet ist die selbständige Suche nach einer optimalen BU oft schwer, da die Verbraucher zumeist nicht über genügend Fachwissen in Bezug auf die Spezifika verfügen. Für den kostenlosen Vergleiche der Kosten und Beiträge für eine BU kann ein Online-Formular – ähnlich einem Fragebogen – genutzt werden. Folgende Punkte sind dabei zu beantworten:

  • Geschlecht: Nicht entscheidend, da auch für die BU seit Dezember 2012 Unisex-Tarife gelten.
  • Geburtsdatum bzw. Alter: Für die Tarifermittlung wichtig – je jünger desto günstiger.
  • Raucher oder Nichtraucher: Nichtraucher können mit besseren und günstigeren Tarifen rechnen.
  • Beruf: Hier kann der Beruf mit prozentualen Anteilen von körperlicher und nicht körperlicher Arbeit ausgewählt werden.
  • Laufzeit: Vertragsende liegt meist zwischen dem 60. und 67. Lebensjahr.
  • Gewünschte monatliche Rente
  • Versicherungsbeginn
  • Überschussprogramm: Kann zum Beispiel ein Sofortrabatt sein.

 Der Rechner kann mit Hilfe dieser Daten den möglichen Beitrag berechnen, nebenbei günstige Tarife finden und so die potentielle Berufsunfähigkeitsversicherung für den Kunden bereitstellen. Er wirkt ähnlich wie eine Beratung, jedoch muss der Kunde danach selbst mit dem möglichen Versicherungsunternehmen Kontakt aufnehmen. Richtig günstig wird es bei der BU erst, wenn der Versicherte jung, gesund und als Nichtraucher abschließt. Vor einem Wechsel ist die Nutzung des Rechners zu empfehlen, da er anonym ist.

Der Rechner mit Zusatzfunktionen

Wie auch bei anderen Versicherungen und Leistungen, können Verbraucher für die BU Steuer absetzen, falls diese in Anspruch genommen wird. Einige Anbieter der Vergleichsrechner können diese Funktion ebenfalls ermöglichen. Dadurch sieht der Versicherungsnehmer sofort, wie viel er beim Tarif an Steuer absetzen muss und kann sich im Zweifelsfall einen passenderen Tarif suchen. Eine weitere Funktion des Rechners ist die Möglichkeit, einen Beitrag zu berechnen, der nicht nur auf den Versicherungsnehmer greift, sondern auch auf das eigene Kind. Selbst im Fall der Volljährigkeit des Kindes kann dies erfolgen. So kann die gesamte Familie mit einer BU abgesichert werden.

Bei der Kündigung zu beachten

Aus den unterschidlichsten Umständen kann es vorkommen, dass jemand eine BU kündigen will. Doch stellt sich hier die Frage, was bei einer Kündigung beachtet werden sollte.

Die Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung

Es gibt drei typische Gründe, die die versicherte Person dazu bewegt, die Versicherung kündigen zu wollen. Alle diese Gründe ergeben andere Handlungsszenarien, die hinsichtlich der Kündigung auftreten können. Diese sind:

  • Das Angebot des Anbieters gestaltet sich nicht mehr nach den eigenen Vorstellungen.
    Das heißt, die Leistungen decken nicht mehr die Wünsche ab und so empfiehlt sich die Suche nach einem besseren Anbieter mit den passenden Konditionen.
  • Der derzeitige Vertrag ist finanziell nicht mehr tragbar.
    Hier bleibt nur die Möglichkeit, zu einem günstigeren Vertrag zu wechseln, da die bestehenden Kosten nicht mehr getragen werden können. Hierbei können jedoch auch Verluste in den Leistungen auftreten.
  • Der Versicherte benötigt keine Versicherung mehr.
    Dies kann ebenfalls vorkommen und bedeutet die Beendigung des bestehenden Vertrags ohne Anschlussvertrag. Die Ursachen für ein derartiges Vorgehen muss nicht nur in der Beendigung des Arbeitsverhältnis begründet sein, sondern kann auch einem Glücksfälle wie einem Lottogewinn oder Ähnlichem zu Grunde liegen.

Richtig kündigen

Bei der Kündigung gilt: Gerade die Versicherten sollten darauf achten, dass keine finanzielle Mehrbelastung auftritt. Wirklich empfehlenswert erscheint die Kündigung auf Grund eines günstigeren Tarifs bzw. einer günstigeren Versicherung. Denn zahlreiche Faktoren spielen bei der Kündigung eine Rolle, die die eigenen Kosten unnötig erhöhen können. Der Prozess der Kündigung an sich ist jedoch unproblematisch, sollte jedoch in allen Fällen schriftlich erfolgen. Durch diese Maßnahme ist es möglich, bei Komplikationen die Auflösung des Vertragsverhältnisses nachzuweisen.

Worauf sollte bei einer BU-Kündigung geachtet werden?

Wie oben genannt, ist es am sinnvollsten, eine Berufsunfähigkeitsversicherung dann zu kündigen, wenn entweder keine Versicherung oder eine günstigere benötigt wird. Hier muss aber unbedingt darauf geachtet werden, dass die andere BU auch wirklich günstiger ist. Ein Berater ist bei dieser Suche nützlich, denn oft gibt es eine Vielzahl von versteckten Kosten oder Hürden. Wichtig ist zu beachten, dass im Vorfeld eines neuen Vertragabschlusses automatisch eine weitere Gesundheitsprüfung verlangt wird. Bei dieser werden das fortgeschrittene Alter und mögliche Krankheiten, die in der Zeit seit der letzten Versicherung aufgetreten sind, mit in den Vertrag genommen. Das hat eine Minderung der endgültigen Rente zur Folge und rentiert sich nur bei sehr gesunden Patienten. Es ist außerdem von Vorteil, wenn der Versicherte schon ein neues Versicherungsunternehmen gefunden hat. Nur so lässt sich ein Krankheitsfall in der Wartezeit überbrücken. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass die Kündigung nur zum Ende des Versicherungsjahres möglich ist. Einen Monat vorher sollte diese daher eingereicht werden.

Wechsel einer BU-Versicherung sinnvoll?

In einigen Fällen lohnt es sich, einen Wechsel der BU in Betracht zu ziehen, so können die Leistungen individuell optimiert und der Tarif preislich angepasst werden. Jedoch sollten beim Wechseln eine Vielzahl von Punkten beachtet werden, die nicht nur Geld, sondern vor allem Nerven der Versicherten sparen können.

Wann sollte ich die Berufsunfähigkeitsversicherung wechseln?

Um die BU besonders einfach und ohne Probleme zu wechseln, sollte der Versicherte für sich klären, welche Gründe für einen Wechsel vorliegen. Um zu verstehen, wann sich diese lohnt, muss das Kleingedruckte mit den unterschiedlichen Klauseln betrachtet werden. Um im Fall einer Berufsunfähigkeit keinen zusätzlichen Job annehmen zu müssen, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Die Voranfragen:
    In Deutschland gilt für Versicherungsnehmer und Angestellter Meldepflicht. Auch die BU ist davon betroffen, wodurch beim Wechsel Probleme entstehen können. Häufig kommt dies bei Wechseln nach langer Zeit und möglicher Krankheit vor. Dabei wirkt sich die Meldepflicht folgendermaßen aus: Bei einer Anfrage für eine BU werden alle Daten aufgenommen und sind daraufhin für jedes Versicherungsinstitut sichtbar. Das heißt, wird die Anfrage abgelehnt, kann es sein, dass andere Unternehmen auf Grund der gespeicherten Daten ebenfalls eine Ablehnung in Betracht ziehen. Dies passiert jedoch nur, wenn die Voranfrage nicht anonym gestellt wurde. Wer über das Internet eine Voranfrage anonym stellt, kann hierbei Information einholen, die keine negativen Folgen nach sich ziehen.
  • Der Verzicht auf abstrakte Verweisung:
    Diese Klausel sollte im Vertrag enthalten sein. Ist sie es nicht, empfiehlt es sich das Unternehmen zu wechseln. Sie garantiert im Falle der 50-prozentige Berufsunfähigkeit die Auszahlung der zugesprochenen Rente. Bei Fehlen der Klausel kann es dazu kommen, dass nur noch ein geringer Teil der eigentlichen Rente ausgezahlt wird.
  • Anzeigepflicht:
    Die Anzeigepflicht ist die Meldung über einen neuen Beruf. Wird er ergriffen, kann es sein, dass ein höheres Risiko entsteht. Der perfekte Tarif enthält keine Anzeigepflicht.

Der optimale Zeitpunkt für den BU Wechsel

Ein Wechsel der BU sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. Zeichnet sich eine Berufsunfähigkeit bereits im Vorfeld ab, können Versicherungsunternehmen die Aufnahme verweigern. Es sollte außerdem beachtet werden, dass Alter, Gesundheitszustand und verzeichnete Krankheiten beim neuen Tarif zu höheren Kosten führen können. Darüber hinaus ist die gesamte Laufzeit des Vertrags entscheidend. Denn wird nicht bis zum Renteneintrittsalter versichert, kann es zu Komplikationen kommen. Tritt die Berufsunfähigkeit erst nach dem Versicherungszeitraum ein, kann die Rente wieder gesenkt werden. Demnach wäre ein Zeitraum bis beispielsweise zum 50. Lebensjahr nicht empfehlenswert. Vor dem Einstieg in einen optimalen Vertrag ist es ratsam, einen Berater zu konsultieren, da dieser versteckte Kosten aufdecken und verhindern kann.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige & Freiberufler

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gestaltet sich für einen Großteil der Arbeitnehmer in Deutschland als äußerst vorteilhaft, doch sind gerade Selbständige und Freiberufler meist im Nachteil. Da sie zu 90 Prozent nicht gesetzlich versichert sind und gesetzlich keine Leistungen verlangen dürfen, müssen sie die Versorgungslücken privat schließen. Selbständige haben hier dank des großen Marktes an Unternehmen die Möglichkeit, private Versicherungen zu nutzen. Die Leistungen dieser Versicherer sind stark auf die Bedürfnisse der Selbstständigkeit ausgelegt und helfen im Fall einer Berufsunfähigkeit vor dem Verlust der gesamten Existenz.

BU speziell für die Selbständigkeit

Freiberufler und Selbstständige nutzen einen klassischen Vertrag der Berufsunfähigkeitsversicherung, haben hier jedoch einige Sonderklauseln zu beachten. Das heißt, der gesamte Vertrag wird so umstrukturiert, dass er auf die Selbstständigkeit angepasst wird. Einige Nachteile ergeben sich jedoch für den Selbständigen:

  • Er muss, je nach ausgeübter Tätigkeit, mögliche Risikozuschläge in den Beitrag rechnen. Dies ist jedoch nur bei körperlichen Berufen typisch, da hier die Ausfallrate entsprechend hoch ist. Ein selbstständiger Autor beispielsweise kann hier mit geringeren Beiträgen rechnen.
  • Typisch ist eine Zahlung von 75 Prozent des letzten Einkommens. Einige Privatversicherer zahlen jedoch den vollen Umfang, was höhere Beiträge verlangt.
  • Die Erwerbsminderungsrente ist nur über den Eintritt in das Versorgungswerk über gesetzliche Versicherungen möglich. Diese deckt jedoch nur einen äußerst geringen Teil der benötigten Rente ab.

Vertrag auf Unternehmer zugeschnitten

Wer in einer privaten BU ist, muss hier im Gegensatz einige Änderungen hinnehmen, die sich direkt auf das Unternehmen auswirken. Freiberufler erleiden diese Umstrukturierung nicht. Bei der Umorganisation über die privaten Versicherer geht es darum, dass der Unternehmer bei einer anstehenden Berufsunfähigkeit Maßnahmen ergreifen muss, die eine Unfähigkeit verhindern können. Erst wenn dies nicht möglich ist, steht dem Versicherten die BU zu, selbst wenn er über Jahre gezahlt hat. Bei der Umorganisation dürfen sich jedoch nicht der Tätigkeitsschwerpunkt ändern, keine Einkommensbußen hingenommen oder der Selbständige arbeitstechnisch überfordert werden. Gleichzeitig müssen die Tätigkeiten weiterhin denen eines Inhabers gerecht sein. Der Einzelfall definiert hier natürlich die Möglichkeiten für das Unternehmen. Wer sich problemlos absichern will, sollte nach einem Versicherer suchen, der komplett auf dieses Recht verzichtet. Ebenso ist der Verzicht auf die abstrakte Verweisung empfehlenswert, da viele Selbständige und Freiberufler oft unterschiedliches Einkommen aufweisen. So kann die Auszahlung der zugesprochenen Rente auch im Falle einer 50-prozentigen Berufsunfähigkeit garantiert werden.

Wichtig: Die Beratung

Eine gesetzliche Versicherung ist nicht immer möglich für diese Berufsgruppe, daher ist es notwendig, vor dem Abschluss einer BU ein intensives Beratungsgespräch zu nutzen. In diesem kann der Freiberufler seine Wünsche darlegen und je nach Einzelfall findet sich ein ansprechender Tarif mit den passenden Möglichkeiten, die im Fall einer Berufsunfähigkeit die eigene Wirtschaftlichkeit sichert. Vor allem der Preisvergleich ist hier zu empfehlen, da er über günstige Tarife informiert. Wer sich in einer schwierigen Lage befindet, sollte daher fall-anonym Anfragen senden und den optimalen Tarif finden.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Angestellte erklärt

Angestellte und Arbeitnehmer, vor allem im öffentlichen Dienst, haben in den letzten Jahren immer öfter eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abgeschlossen.  Arbeitnehmer sind an die Erwerbsminderungsrente gebunden sind, die die Kosten bei einer Berufsunfähigkeit nicht decken kann. Deshalb entscheiden sich immer mehr Angestellte für eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die Vorteile für Angestellte

Eine BU ist für einen Angestellten ebenso einfach abzuschließen und im Vergleich meist rentabler als bei Berufen in anderen Feldern. Zumeist genießen Angestellte versicherungstechnisch schon fast einen Status wie Beamte, da sie kaum körperliche oder nur geringe körperliche Arbeit mit wenig Risiko ausführen (ausgenommen handwerkliche Berufe!). Jedoch sind die Zahl der psychischen und emotionalen Krankheiten immer weiter gestiegen und hier vor allem im Bereich der Beamten und Angestellten. Aus diesem Grund entschließen sich mehr Menschen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die tätigkeitsbedingt mit geringen Tarifen aufwarten kann. Je jünger der Arbeitnehmer zudem seine BU abschließen kann, desto höhere Vorteile erhält er. Ist er nebenbei kein Raucher, kann er gleichzeitig an Kosten und höheren Steuerzahlungen sparen. Da statistisch gesehen jeder Vierte in diesem Feld berufsunfähig wird, ist ein Versicherungsabschluss empfehlenswert. Der ausreichende Schutz vor folgenden Punkten wird damit gewährleistet:

  • Depressionen sind die häufigste Ursache für Angestellte, den Beruf zu verlassen.
  • Das Burn-Out-Syndrom steht an zweiter Stelle und entsteht durch Überarbeitung.
  • Psychische Störungen, die während der Arbeitszeit auftreten, können vielfältig sein und haben immer direkten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.
  • Ängste, zum Beispiel vor einem Verlust der Arbeit. Tritt meist in Verbindung zum Burn-Out bei angestellten Lehrern auf, die aufgrund der Arbeitslage keine Stelle finden.

Ein großer Vorteil für diesen Bereich ist die Tatsache, dass durch den doppelten Schutz kein Engpass bei der Rente entsteht und somit ein wirtschaftlicher Abstieg nicht hingenommen werden muss. Selbst bei einer Unfähigkeit von 50 Prozent ist kein Abstieg möglich. Gleichzeitig kann die BU auch psychisch absichern, da beim Versicherten keine Existenzängste entstehen.

Die Arbeitnehmerveranlagung

Steuerlich gestaltet sich die Berufsunfähigkeitsversicherung für Arbeitnehmer übersichtlich. Da hier bereits gesetzlich Steuern abgezogen werden, ergeben sich für den Arbeitnehmer eigentlich keine Überraschungen. Die Beträge sind schon festgelegt. Es kann jedoch – gerade als Angestellter – passieren, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung im Berufsleben stattfindet und somit die steuerlichen Beträge erhöht werden müssen. Das kann komplex werden. Für den Angestellten empfiehlt sich hier die Arbeitnehmerveranlagung, da sie direkten Überblick über diesen Umstand ermöglicht. Sie gleicht die höheren oder niedrigen Steuerzahlungen an und gibt dies auch gleich an. So kann jeder Angestellte von dieser Arbeitnehmerveranlagung profitieren und sollte sie abschließen, da keine zusätzlichen Kosten oder unangenehmen Überraschungen entstehen, wenn sich die Steuerlast verändert.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte

Wer als Beamter in Deutschland tätig ist, kann eine Vielzahl von Vorteilen genießen – auch beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Bemate können nicht gekündigt werden und selbst in der Dienstunfähigkeit erhalten sie noch eine Rente. Hier gibt es jedoch folgendes zu beachten: Das Ruhegehalt, welches Beamte nach der Berufsunfähigkeit beziehen, steht ihnen erst nach fünf Jahren geleistetem Dienst zu. Die Zeit bis zur Beihilfe ist für Beihilfeberechtigte nur mit einer BU absicherbar und kann sich immer lohnen.

Nicht BU: Dienstunfähigkeitsversicherung

Die Suche nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung leitet den potentiellen Kunden sofort zu einem Begriff, der Beamten sicherlich bekannt vorkommt: die Dienstunfähigkeitsversicherung. Für Beamte selbst gibt es keine BU im eigentlichen Sinne, sondern eine Versicherung vor der Dienstunfähigkeit, die bis zum fünften Jahr und darüber hinaus vor einem Abstieg schützen kann. Um diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen, muss jedoch der Vertrag ein bestimmtes Muster aufweisen, das wie folgt gestaltet ist:

  • Der Grundaufbau ist wie bei einem klassischen Vertrag angelegt.
    Das heißt, Daten wie das Alter, der Beruf und die Laufzeit sind verzeichnet, definieren den Beitrag und die Möglichkeiten für den Versicherten. Hier nutzt jedes Versicherungsunternehmen die typischen Klauseln und Formen, die wichtig für den Vertrag sind.
  • Das wichtigste Element ist die sogenannte Beamtenklausel.
    Diese garantiert mit ansteigender Zahl der Dienstjahre eine Rente, die auch wirklich deckend ist.

Im Grunde unterscheidet sich für den Beamten nichts, außer dass im eigenen Vertrag eine fest verankerte Beamtenklausel zu finden sein muss. Nur diese garantiert wirklich, dass der Beamte bei Dienstunfähigkeit die eigenen Kosten decken kann. Somit muss der Versicherungsnehmer zwei Dinge beachten: Die ersten fünf Jahre müssen unbedingt mit einer Dienstunfähigkeitsversicherung überbrückt werden und im abzuschließenden Vertrag muss sich die Klausel für den Beamten finden.

Die optimale Dienstunfähigkeitsversicherung im Detail

Neben den oben genannten Punkten, die unbedingt beachtet werden müssen, sollte der Vertrag mit einem bestimmten Tarif für Beihilfeberechtigte versehen werden. Der Kunde muss hierbei beachten, dass jedes Jahr das Ruhegeld für den Beamten steigt, was den Einsatz einer Unfähigkeitsversicherung immer unnötiger macht. Der Beitrag sollte daher mit jedem Jahr sinken, da das Ruhegeld langsam die gesamten monatlichen Kosten decken kann. Diese Möglichkeit bieten nur wenige Unternehmen und somit ist es meist mit einer längeren Suche verbunden, bis das richtige Versicherungsunternehmen gefunden ist. Beim Abschluss eines Vertrags sollten Beamte auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, die Rentenzahlungszeit auf 65 Jahre zu erhöhen. Dies kann meist ohne ohne Probleme vorgenommen werden, selbst wenn der Vertrag nur fünf Jahre läuft. Die Zahlungen gehen solange weiter und bei einer Unfähigkeit im Beruf sieht sich der Versicherungsnehmer keinen Existenzängsten ausgesetzt.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten erklärt

Studenten, die nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung suchen, haben es meist schwer, da sie keine gesetzlich vorgeschriebenen Möglichkeiten erwarten können. Leistungen wie die staatliche Erwerbsminderungsrente stehen erst nach fünf Jahren oder 60 Monaten ausgeübter Tätigkeit in Aussicht, was für Studierende natürlich überhaupt nicht möglich ist. Dafür können im Vergleich zu normalen Arbeitnehmern einige Vorteile in der BU gefunden werden, wenn der Schüler an der Hochschule die richtigen Schritte zur Versicherung abschließt.

Warum ist eine BU für Studierende sinnvoll?

Wer innerhalb der Studienjahre eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Student abschließen will, sollte darauf achten, dass eine gesetzliche Versicherung nicht möglich ist. Die gesetzlichen Versicherungen sind nicht verpflichtet dazu, den Studenten zu versichern. Somit bleibt einem Schüler an der Hochschule nur der Gang zu den privaten Versicherern, denn hier kann sich jeder Student mit einer passenden BU versichern. Besonders folgende Berufsgruppen profitieren von der Versicherung, da die Versicherer an ihnen interessiert sind:

  • Medizinstudent
  • Studenten auf Lehramt
  • Ingenieure
  • Informatiker

Gerade der Medizinstudent und der Student auf Lehramt liegen im Interesse der Versicherungsunternehmen, da nach dem Studium innerhalb weniger Jahre eine Sicherung vorhanden ist. Mit diesen Studiengängen ist es äußerst einfach, eine vorteilhafte Versicherung als Student abschließen zu können. Wer sich für die oben genannten Studiengänge eingeschrieben hat, profitiert im ausgeübten Beruf von einer Arbeit, die nicht viel körperliche Betätigung verlangt, im Vergleich zu handwerklichen Berufen. Da viele Studenten jedoch in ihrer Studienzeit vermehrt Sport treiben, kommt es häufig zu Verletzungen, die erst nach einigen Jahren entdeckt werden. Das ist der Grund, warum viele Studierende eine private BU unbedingt in Betracht ziehen sollten.

Während des Studiums ist günstige BU  zu finden

Als Student profitieren die Versicherungsnehmer vor allem von der Jugendlichkeit und der Gesundheit. Je besser der Student durch den Gesundheitscheck kommt, desto niedriger werden die Beiträge und so besser die Leistungen. Jedoch muss jeder Student darauf achten, einen langfristig bezahlbaren Tarif zu wählen. Ist dieser nicht bezahlbar, muss er gekündigt oder gewechselt werden, was zu einer erneuten Gesundheitsprüfung führt. Diese kann wiederum schlechter ausfallen. Die Familie kann hier dem Studenten aushelfen, da die BU auch mit einer bestehenden Lebensversicherung kombiniert werden kann. Die Höhe der möglichen Rente wird sofort vom Unternehmen festgelegt und wird höher, je profitabler der Beruf ist, der mit dem Studium ausgeführt werden kann.

Auf jeden Fall sollte jeder Student die Höhe der möglichen Rente nach dem Berufsstart an den neuen Verdienst angleichen. Denn häufig sind Studententarife der BU in der Rentenhöhe begrenzt, was für den Kunden während der Studienzeit zwar ausreichend ist, im Akademikerleben jedoch zu niedrig angesetzt ist. Bei dieser BU müssen Nachforschung und Vergleich schnell erfolgen.

Beratung von Experten für beste Konditionen

Wer sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) interessiert, sollte vor Abschluss eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen. Mittlerweile wird die persönliche Beratung zu einem Angebot und generell die Möglichkeiten dieser Versicherung von vielen Versicherungsnehmern als unwichtig eingestuft. Begründen lässt sich diese Entwicklung vor allem durch eine wachsende Zahl an Online-Beratungsmöglichkeiten. Verbraucher sollten jedoch, und vor allem bei schwierigen Fällen, eine persönliche Beratung in Erwägung ziehen, da der potentielle Versicherungsnehmer hier direkt im Vordergrund steht. Bei speziellen Fragen zur gebotenen Leistung oder den Wünschen des Kunden kann nur der Berater helfen, da ein Online-Vergleich hier keine Antworten bieten kann.

Wie läuft eine Beratung ab?

Die Beratung für die Berufsunfähigkeitsversicherung ist essentiell, wenn ein potentieller Versicherungsnehmer einen optimalen Tarif erhalten will. Das Angebot kann mit Hilfe des Beraters überblickt und auf den Kunden zugeschnitten werden. Hierfür muss lediglich ein Termin vereinbart werden, bei dem sich der Kundenberater zusammen mit dem Interessenten nach gründlichem Beratungsgespräch auf einen Tarif festlegt. Im Anschluss an die BU-Beratung stellt der Berater ein Beratungsprotokoll zusammen, welches die Angebote eingrenzt und bei der Auswahl helfen soll. Zur Erstellung eines derartigen Protokolls ist Berater sogar gesetzlich verpflichtet und findet daher bei jedem seriösen Beratungstermin seine Anwendung. Folgende Abschnitte sind inkludiert im Beratungsgespräch vorgesehen:

  • Befragung
    Dieser ist einer der wichtigsten Schritte des gesamten Gespräches. In diesem erfasst der Versicherungsvermittler die Wünsche des Kunden und gibt Hilfe bei Fragen, falls der Versicherungsnehmer bei diesem Thema nicht genügend Fachwissen vorweisen kann.
  • Beratung
    In diesem Teil des Beratungsprotokolls nimmt der Fachmann die angegebenen Wünsche des Interessenten auf und gibt nach den bestehenden Möglichkeiten eine Empfehlung, die die subjektiven Wünsche abdeckt. Dabei geht es darum, ein auf die individuelle familiäre, finanzielle und steuerlich-berufliche Situation ein passend zugeschnittenes Produkt anzubieten.
  • Begründung
    Bei der Begründung ist der Makler dazu verpflichtet, seinem Kunden zu erklären, warum die entsprechende Empfehlung zu seinen Bedürfnissen passen wird. Hierbei muss er jedoch auch die Möglichkeit anbieten das Angebot abzuwandeln, falls der potentielle Versicherungsnehmer nicht zustimmt.
  • Dokumention und Ausstellung des Beratungsprotokoll
    Hier werden lediglich die zusammengetragenen Informationen zur Auftragserteilung zusammengetragen – meist über den Computer.

Welcher Berater sollte kontaktiert werden?

Der Versicherungsmarkt – auch für die BU – ist vor allem in Deutschland ein heiß umkämpftes Feld. Um in der überwältigenden Vielzahl aus Angeboten den richtigen Tarif zu finden, lohnt sich die Beratung durch einen Versicherungsberater. Es empfiehlt sich dabei die Beratung über einen Makler und nicht über einen Vertreter abzuwickeln. Vertreter sind in der Auskunft über den passenden Tarif insofern eingeschränkt, als dass sie lediglich die entsprechenden Angebote bewerben, die sie vertreten. Eine unabhängige Beratung erhält man bei einem Versicherungsmakler. Dieser Berater untersteht keinem spezifischen Unternehmen und kann daher vorteilhaft für den Interessenten sämtliche verfügbaren Tarifoptionen prüfen. Der Makler berät folglich nach eigenem besten Wissen und Gewissen und profitiert dann von den Weiterempfehlungen seiner Kunden. Bei dieser Art der Beratung wird zumeist der bestmögliche Tarif gefunden, da das ganze Feld an Angeboten überblickt wird.